Liveness-Check bzw. die sogenannte „Lebenderkennung“: Wie genau funktioniert das?
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Der Mechanismus zur Überprüfung der „Lebendigkeit“ (Liveness Check) ist eines der Schlüsselelemente des Identitätsprüfungsprozesses.
Obwohl er technologisch gesehen auf fortschrittliche Biometrie und Algorithmen zurückgreift, ist er aus Sicht des Nutzers ein einfacher und schneller Vorgang, der in der Regel nur einige Dutzend Sekunden dauert und vollständig aus der Ferne durchgeführt wird.
Im Folgenden gehen wir einen beispielhaften Identitätsverifizierungsprozess unter Verwendung des Liveness-Checks vom Start bis zum Ergebnis durch.
Nach Auswahl der Identitätsprüfungsmethode (z. B. Videoüberprüfung) erhält der Nutzer, der diese Überprüfung durchlaufen soll, einen Link oder wird direkt zum Prozess weitergeleitet.
Der gesamte Vorgang findet vollständig online statt.
Noch vor Beginn des eigentlichen Liveness-Checks muss der Nutzer Fotos seines ausgewählten Ausweisdokuments (z. B. Personalausweis) von der Vorder- und Rückseite aufnehmen und übermitteln, um die Daten zu verifizieren.
Das System überprüft daraufhin Daten wie Vor- und Nachname sowie die PESEL-Nummer.
Der nächste Schritt ist die Erteilung der Zugriffsberechtigung für die Kamera.
Der Nutzer:
Die Bildqualität sowie die richtige Positionierung des Nutzers im Bildausschnitt haben direkten Einfluss auf die Wirksamkeit der Verifizierung.
Auf dem Bildschirm erscheint ein Rahmen oder ein Oval, in das das Gesicht platziert werden muss.
Das System analysiert in diesem Moment automatisch:
Erst wenn diese Bedingungen erfüllt sind, kann der Vorgang fortgesetzt werden.
Je nach verwendeter Technologie kann der Nutzer aufgefordert werden, einfache Handlungen auszuführen, wie zum Beispiel:
Anhand dieser Aktionen kann das System bestätigen, dass:
Und das ist der eigentliche Mechanismus zur Überprüfung der Lebendigkeit, der im Rahmen eines aktiven Liveness-Checks durchgeführt wird.
Allerdings wird zunehmend die sogenannte „passive Liveness“ eingesetzt, d. h. die automatische Erfassung von Kopfbewegungen während des Verifizierungsprozesses. In diesem Fall muss der Nutzer keine zusätzlichen Anweisungen ausführen, sondern das System analysiert seine Bewegungen selbstständig.
Während des gesamten Prozesses analysiert das System das Bild in Echtzeit.
Überprüft werden unter anderem:
Dieser Schritt erfolgt automatisch und ist für den Nutzer nicht sichtbar.
Am Ende erhält der Nutzer eine Benachrichtigung über das Ergebnis des Vorgangs.
Der gesamte Vorgang dauert in der Regel zwischen einigen Sekunden und einigen Minuten, ohne dass eine Kontaktaufnahme mit einem Berater erforderlich ist.
Ein Liveness-Check ist ein Mechanismus, der überprüft, ob sich auf der anderen Seite eine lebende Person befindet und es sich nicht um ein Foto, eine Aufnahme oder einen Deepfake handelt.
Er ist Bestandteil der Identitätsprüfung unter Verwendung von Methoden wie der Aufnahme eines kurzen Videos oder der Aufnahme eines Gesichtsfotos.
Und das alles, weil die bloße Übereinstimmung des Gesichts mit dem Ausweisdokument oder das Aufnehmen eines Fotos bzw. einer Videoaufnahme noch keine Gewähr für die Echtheit der Identität einer Person bietet. Dies gilt insbesondere heute, wo sich die Technologie rasant weiterentwickelt und zahlreiche Möglichkeiten zur Fälschung solcher Fotos oder Aufnahmen bietet.
Genau aus diesem Grund ist der Liveness-Check eines der Schlüsselelemente der modernen Online-Identitätsprüfung.
Auch wenn der gesamte Prozess für den Nutzer ähnlich aussieht, unterscheiden wir in der Praxis mehrere Ansätze zur Erkennung der „Lebendigkeit“. Diese unterscheiden sich vor allem hinsichtlich des Nutzungskomforts für die Person, deren Identität überprüft wird.
Der passive Liveness-Check läuft vollständig „im Hintergrund“ ab.
Der Nutzer:
Das System analysiert dann selbstständig das Bild und erkennt mögliche Anzeichen von Betrug, wie zum Beispiel:
All dies könnte auf mögliche Betrugsversuche hindeuten. Ein solcher Prozess ist unter anderem in den Identitätsprüfungsdiensten von Autenti verfügbar.
„Active Liveness“ hingegen erfordert eine Interaktion des Nutzers mit dem System (wie in unserem vorgestellten Schritt-für-Schritt-Beispiel zur Lebendigkeitsprüfung).
Der Nutzer führt dabei einfache Anweisungen aus, z. B.:
Dadurch kann das System überprüfen, ob:
Am einfachsten lässt sich ein solcher Liveness-Check mit der Face-ID-Funktion zum Entsperren des Smartphones oder zur Bestätigung von Zahlungen vergleichen.
Face ID funktioniert jedoch nicht vollständig „aktiv“. Es reicht aus, auf den Bildschirm zu schauen, und das System analysiert selbstständig die Gesichtsgeometrie, die Tiefe und die Aufmerksamkeit des Nutzers.
„Active Liveness“ geht noch einen Schritt weiter: Anstatt nur zu „beobachten“, fordert das System zu bestimmten Aktionen auf (z. B. einer Kopfbewegung), um noch besser zu bestätigen, dass sich auf der anderen Seite eine echte Person befindet und nicht etwa eine Aufnahme oder ein Deepfake.
Es handelt sich dabei jedoch auch nicht um einen vollständig passiven Ansatz. Wir machen kein Foto, das anschließend analysiert wird, und dennoch müssen wir auf den Bildschirm unseres Smartphones blicken. Das heißt, wir müssen uns auf natürliche Weise in den gesamten Prozess „einbringen“.
Wie oben bereits erwähnt, wird zunehmend ein passiver Ansatz verwendet, der die Bewegungen des Nutzers in der Aufnahme automatisch analysiert, ohne dass zusätzliche Anweisungen erforderlich sind.
Das Fehlen einer Lebendigkeitsprüfung ist ein schwerwiegender Fehler im Rahmen des gesamten Know-Your-Customer-Prozesses (KYC) und bedeutet, dass das System nicht vollständig bestätigen kann, dass sich auf der anderen Seite eine echte, lebende Person befindet.
Was ermöglicht dies:
Infolgedessen erfüllen Unternehmen nicht die Anforderungen von Vorschriften wie AML (Gesetz zur Bekämpfung der Geldwäsche), setzen sich aber auch selbst dem Risiko von Betrug und Verlusten aus.
Nun fragen Sie sich wahrscheinlich, wann Sie einen Lebendigkeitscheck einsetzen sollten. Es gibt einige Situationen, die dies veranschaulichen.
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Situation |
Wozu dient die Lebendigkeitsprüfung? |
Risiken ohne Liveness-Check |
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Eröffnung eines neuen Kontos bei einer Online-Bank |
Bestätigung, dass der Kunde eine echte Person und der Inhaber des Dokuments ist |
Finanzbetrug, Verstöße gegen die Geldwäschebekämpfung, aufsichtsrechtliche Sanktionen |
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Registrierung an einer Kryptowährungsbörse |
Sicherstellen, dass der Nutzer kein gefälschtes Konto oder einen Deepfake verwendet |
Geldwäsche, Verlust von Kundengeldern, Kontosperrung durch die Aufsichtsbehörde |
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Digitale Signaturen und Online-Verträge |
Zuordnung der Signatur zu einer realen Person, Schutz vor Identitätsbetrug |
Vertragsbetrug, fehlende Rechtswirksamkeit der Signatur |
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Eröffnung eines Kontos in sozialen Medien |
Überprüfung des Alters oder der Lebensfähigkeit des Nutzers |
Nutzer unterhalb des vorgeschriebenen Mindestalters, die sich auf der Plattform registrieren; potenzielle Verstöße gegen Gesetze oder Nutzungsbedingungen |
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Onboarding für Spiele oder E-Sport mit Altersbeschränkungen |
Überprüfung des Alters und der Authentizität des Spielers |
Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz, Reputationsverlust der Plattform |
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Kundenüberprüfung bei einem Mietwagenvertrag |
Sicherstellung, dass die Person, die den Vertrag unterzeichnet |
Betrugsrisiko, Nichtanerkennung von Verträgen bei einer Prüfung |
Viele Menschen befürchten, dass die Lebendigkeitsprüfung, insbesondere die aktive, den Verifizierungsprozess verlängern oder erschweren könnte.
Moderne Lösungen sind jedoch:
Immer häufiger haben wir es zudem mit einer passiven Lebenszeichenüberprüfung zu tun, bei der es sich um einen einfachen Vorgang handelt, der keine zusätzlichen Anweisungen bezüglich Kopfbewegungen oder bestimmter Gesten erfordert.
Für den Nutzer bedeutet dies, dass er nur wenig Zeit für eine einfache Verifizierung von zu Hause aus aufwenden muss, und für das Unternehmen bedeutet es eine höhere Konversionsrate und ein geringeres Betrugsrisiko.
Ja, Liveness-Check-Lösungen sind vollkommen sicher, wenn sie gemäß den höchsten Standards implementiert werden.
Zum Beispiel nutzt Autenti eine Datenverschlüsselung (sowohl bei der Übertragung als auch im Ruhezustand), Georedundanz und regelmäßige Datensicherungen und gewährleistet zudem die Trennung der Nutzerdaten.
Das System arbeitet gemäß der Norm ISO/IEC 27001:2022 und unterliegt unabhängigen Audits, wodurch es unter anderem die Anforderungen der DSGVO und der eIDAS-Richtlinie erfüllt.
Darüber hinaus sind Grundsätze der Zugriffsminimierung, Sicherheitsüberwachung, Vorfallmanagement sowie der Ansatz „Privacy by Design“ implementiert, was ein hohes Maß an Datenschutz und Privatsphäre für die Nutzer gewährleistet.
Der Liveness-Check ist nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch ein integraler Bestandteil des digitalen KYC-Stacks, der zunehmend folgende Elemente umfasst:
Dank des Liveness-Checks ist eine automatische Entscheidung über die Richtigkeit der Verifizierung möglich, was den Bedarf an manueller Bearbeitung verringert und menschliche Fehler minimiert.
Das Ergebnis sind ein schnelleres Onboarding, weniger Probleme bei der Prüfung und mehr Sicherheit für Institute und Kunden.
Nein. In den meisten Fällen findet der Vorgang direkt im Browser oder in der App statt und erfordert keine Installation zusätzlicher Software.
In der Regel zwischen einigen und mehreren Dutzend Sekunden. Der gesamte Verifizierungsprozess dauert selten länger als ein paar Minuten.
Die häufigsten Ursachen sind schlechte Beleuchtung, ein unscharfes Bild oder ein verdecktes Gesicht. Es empfiehlt sich, die Bedingungen zu verbessern und es erneut zu versuchen.
Er funktioniert auf den meisten modernen Smartphones, Tablets und Computern, die mit einer Kamera, einem aktuellen Browser und einem Internetzugang ausgestattet sind.
Ja. Die Daten werden gemäß den geltenden Vorschriften (z. B. DSGVO) verarbeitet und ausschließlich zur Identitätsprüfung verwendet.
Der Liveness-Check ist ein wesentlicher Bestandteil der modernen Online-Identitätsprüfung und stellt sicher, dass sich auf der anderen Seite eine echte, lebende Person befindet und nicht jemand, der eine Maske trägt, eine Videoaufnahme oder ein Deepfake.
Dank ihm können Unternehmen die Identitätssicherheit ihrer Kunden erhöhen, Betrug und Missbrauch eindämmen sowie regulatorische Anforderungen wie AML und KYC erfüllen.
Wir unterscheiden zwei Hauptansätze: den passiven Ansatz, der im Hintergrund auf der Grundlage einer kurzen Videoaufnahme funktioniert, und den aktiven Ansatz, der einfache Aktionen des Nutzers erfordert, z. B. ein Blinzeln oder eine Kopfdrehung. Immer häufiger wird jedoch der passive Ansatz verwendet, der vom Nutzer keine zusätzlichen Aktionen erfordert.
Zu den Vorteilen für Unternehmen zählen ein schnelleres und sicheres Onboarding, die Automatisierung von KYC-Entscheidungen dank Biometrie, OCR und KI, die Reduzierung menschlicher Fehler sowie eine gesteigerte Konversionsrate.
Der Liveness-Check ist schnell, intuitiv und sicher, dauert in der Regel einige bis mehrere Dutzend Sekunden, erfordert keine zusätzliche Software und funktioniert auf den meisten Smartphones mit Internetzugang.
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Mateusz Kościelak
Mateusz Kościelak verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung im B2B-Vertrieb und -Marketing mit Spezialisierung auf Enterprise B2B SaaS. Er ist ein vielseitiger (V-Shaped) Marketer mit Erfahrung im Aufbau von Lead-Generierungssystemen durch Content, SEO und Performance-Marketing, mit Fokus auf internationale Expansion.
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